|
Künstler
Editeur
Referenz
Blatt
Format
Ausgabejahr
Besonderheiten |
Fernand
Léger
Mourlout
Feres, Paris
Verve
No. 1
ca.
26 cm x 35 cm
1937
72
Jahre alte Lithographie auf festem Papier, Drucksigniert
Das
Papier ist altersbedingt am Rand leicht bräunlich
|
Fernand
Léger
(04.02.1881 - 17.08.1955) 
Der
Künstler Fernand Léger wird am 4. Februar 1881 in Argentan, Frankreich,
geboren. Seine künstlerische Karriere beginnt mit seiner Architekturlehre
in Caen, dort ist er zunächst als Architekturzeichner tätig. Im Jahr
1900 geht er nach Paris und wird dort 1903 an der École des Arts Décoratifs
zugelassen, außerdem besucht Fernand Léger die Académie Julian.
Der erste entscheidende Einfluss in seinem künstlerischen Schaffen kommt
von Cézanne, dessen Bilder Fernand Léger auf der großen Cézanne-Ausstellung
des Salon d’Automne 1907 sieht. Er freundet sich mit Delaunay an und hat
Kontakt mit Künstlern wie Matisse, Rousseau, Apollinaire und den Malern
des Kubismus. Léger entwickelt ab 1909 einen eigenwilligen, reduzierten,
kubistischen Stil, dessen formale Strenge sich 1913/1914 mit einer reinen,
scharf kontrastierenden Farbigkeit verbindet. Als Maler hat Fernand Léger
einen großen Einfluss auf die Entwicklung von Kubismus, Konstruktivismus
und des modernen Werbeplakats sowie anderen Formen angewandter Kunst. Von
1911 bis 1912 gehört der Künstler der Gruppe "Section d’Or"
an. Während des 1. Weltkriegs kommt Léger mit der modernen Technik in
Berührung, er ist fasziniert von der von ihm als gewaltig und übermenschlich
empfundenen Kraft und von der Schönheit der mechanischen Konstruktionen.
Fernand Léger ist beeinflusst von der überzeugenden Sicherheit des
Purismus wie auch des Neoklassizismus und von Künstlern wie Picasso.
Fernand Léger gelangt in seinem Malstil um 1920 zu einer Art
mechanisiertem Klassizismus, einer präzisen, geometrisch hart
definierten, monumentalen Darstellung von modernen Objekten, wie Zahnrädern
und Schrauben, in die der Mensch als ebenso maschinenhaftes Wesen
einbezogen wird. Auch der Surrealismus geht in den 30er und 40er Jahren
nicht spurlos an dem Künstler vorbei und bewirkt einen lockereren,
kurvig-linearen Stil. Léger lebt und arbeitet von 1940 bis 1945 in den
USA und ist als Professor an der Yale University tätig. Des Künstlers
nun vorherrschende Motive aus der Arbeitswelt der Menschen zeigen
postkubistische Formen, kombiniert mit der gegenständlichen Deutlichkeit
des Realismus. Fernand Léger verstirbt am 17. August
1955 in Gif-sur-Yvette bei Paris
Fernand
Léger
(04.02.1881 - 17.08.1955) 
Fernand
Léger was born at Argentan, France, on 4 February 1881. Léger began his
career as a an artist by serving an apprenticeship in architecture in Caen
and working as a architectural draughtsman. In 1900 Léger went to Paris
and was admitted to the École des Arts Décoratifs in 1903 and also
attended the Académie Julian. The first profound influence on Léger[POS]s
work came from Cézanne, whose pictures Léger encountered at the
large-scale Cézanne exhibition at the 1907 Salon d[POS]Automne. Léger became
friends with Delaunay and maintained ties with great artists, including
Matisse, Rousseau, Apollinaire and leading exponents of Cubism. From 1909
Léger himself developed a quirky Cubist style, distinguished by reduction
to the simplest basic forms and formal austerity linked with a pure,
sharply contrasting palette by 1913-14. As a painter Fernand Léger
exerted an enormous influence on the development of Cubism, Constructivism
and the modern advertising poster as well as various forms of applied art.
From 1911 until 1912 Léger belonged to the Section d[POS]Or group. During the
first world war Léger came into contact with modern technology, notably
cannon. The superhuman powers and precise beauty of ordnance enthralled
him. By 1920, influenced by the persuasive assurance radiated by Purism
and the form of retro Neo-Classicism practised by Picasso and others, Léger
had achieved a mechanistic classicism, a precise, geometrically and
harshly definitive monumental rendering of modern objects such as
cog-wheels and screws, with the human figure incorporated as an equally
machine-like being. Surrealismus also left its mark on Fernand Léger in
the 1930s, loosening up his style and making it more curvilinear. Léger
taught at Yale University and at Mills College in California from 1940
until 1945. By now his dominant motifs were drawn from the workplace and
were post-Cubist in form, combined with the representational clarity of
Realism. Fernand Léger died at Gof-sur-Yvette near Paris on 17 August
1955. |